Die Kipperkarten
Kipperkarten ähneln den Zigeunerkarten in Bezug auf Namen, Motive und Bedeutungen. Es gibt manch Rätselraten um die Herkunft des Namens. Zwei Theorien sind allerdings dabei am häufigsten im Umlauf: Laut der ersten stammt der Name von der Berliner Wahrsagerin Susanne Kipper, die später in München lebte. Das alles soll sich 1873 zugetragen haben.
Der zweiten Theorie zufolge lässt sich der Name des Decks auf den Begriff „Kipper und Wipper“ zurückführen, der im Dreißigjährigen Krieg verwendet wurde und Münzfälscher und Wechselbetrüger bezeichnete. Sicher ist nur, dass die Kipperkarten, wie man sie gegenwärtig kennt, erstmals 1890 beim Schreibwarenhändler Matthias Seidlein in München erschienen.
Diese Karten waren sehr beliebt und veränderten im Laufe ihrer Geschichte und mit fortlaufender Produktion ihr Aussehen. So kam es, dass verschiedene Deckblätter entworfen wurden. Ein vollständiges Deck besteht aus 36 nummerierten Karten, unter denen es Personen- und Situationskarten gibt.
Die Personenkarten beziehen sich auf die Menschen im Umfeld des Fragestellers. So sind diese nach den Geschlechtern aufgeteilt und verweisen etwa auf die Partner in einer Beziehung, Freunde, aber auch Feinde. Die Situationskarten beschreiben verschiedene Umstände und Einflüsse, die auf den Fragesteller einwirken. Sie heißen zum Beispiel „Guter Ausgang“ oder „Traurige Nachricht“. Dies ist aber nicht wortwörtlich zu verstehen! Vielmehr müssen die Kartenleger hinter den Wortsinn blicken, um die wahre Bedeutung zu erkennen.
Oft wird der Eindruck erweckt, als seien Kipperkarten sehr einfach gestrickt. Hinter den vielfältigen Bildern und Symbolen verstecken sich aber vielsagende und unterschiedlich zu interpretierende Botschaften. Ein guter Wahrsager muss in der Lage sein, den richtigen Instinkt für die Karten zu entwickeln, um deren Botschaft zu entlocken.
|
Ich habe langjährige Erfahrung im Zigeunerkarten legen, Pendeln mit... |
||||
|
||||

